Toxische Beziehungsdynamiken auflösen: Was du tun kannst, wenn du ein Gebertyp bist

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Toxische Beziehungsdynamiken auflösen: Was du tun kannst, wenn du ein Gebertyp bist

Gestern habe ich im Netz einen Beitrag über toxische Freundschaften gelesen. Bereits in der ersten Zeile stand, dass Freund:innen, die dauerhaft mehr nehmen als geben, toxisch seien und dass man sich von diesen fernhalten müsse, um ein selbstbestimmtes und glückliches Leben zu führen.

Solche Artikel stoßen mir ganz schön sauer auf.

Warum?

Sie vermitteln, dass Nehmer:innen per se Täter:innen sind und Geber:innen per se Opfer. Das finde ich nicht nur problematisch, sondern schlicht falsch. Zudem entsteht der Eindruck, dass man als Gebertyp seine Probleme dadurch lösen kann, dass man bis zum Ende aller Tage Nehmer:innen aus dem Weg geht.

Aus meiner jahrelangen Erfahrung als Coachin kann ich nur sagen: So einfach ist das nicht!

Warum geben nicht immer seliger als nehmen ist und was du wirklich tun kannst, wenn du ein Gebertyp bist, möchte ich dir im folgenden Beitrag zeigen.

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Wann ist ein Mensch toxisch? Ein Modewort unter der Lupe

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Alle(s) toxisch!?

36 Prozent der erwachsenen Deutschen geben an, schon einmal in einer toxischen Beziehung gewesen zu sein (hier geht es zur Studie). Umgerechnet sind das ca. 25 Millionen Menschen. Das ist schon eine ganz schöne Hausnummer, oder!?

Darüber, wie eine solche giftige Beziehung entsteht, sind sich die meisten Ratgeber, Blogs und Social Media-Beiträge einig:

Ein toxischer Mensch trifft auf einen nicht-toxischen Menschen.

Kein Wunder also, dass ich oft gefragt werde, was einen toxischen Menschen ausmacht. Schließlich möchte niemand an einen solchen geraten. Entsprechend groß ist die Enttäuschung, wenn ich nicht etwa fünf Merkmale aus der Pistole schieße, sondern vorsichtig darauf verweise, dass dies – genauer betrachtet – nicht nur eine komplizierte, sondern zumeist auch eine sinnlose Frage ist.

Meinen Beobachtungen zufolge kann das Erklärungsmodell Toxiker trifft Nicht-Toxiker längst nicht die ganze Bandbreite an ungesunden, toxischen Beziehungen erklären. Schlimmer noch: Der Irrglaube, Menschen in toxische und nicht toxische Exemplare unterscheiden zu müssen, ist für viele Menschen eher ein Problem als eine Hilfe.

Warum das so ist, möchte ich dir gern im folgenden Beitrag erklären.

(Ich distanziere mich ausdrücklich von jeglichem Victim blaming! Um dahingehend möglichen Missverständnissen vorzubeugen, möchte ich dich bitten, diesen Artikel unbedingt bis zum Ende zu lesen.)

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Besser ist nicht immer gut – Gefahren der Selbstoptimierung

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Achtsamer, gesünder, sportlicher, produktiver…

Jeden Tag wird uns suggeriert, dass alles jederzeit für uns erreichbar ist, wenn wir nur konsequent genug an einer besseren Version unserer selbst arbeiten. Selbstoptimierung ist „in“ und irgendwie scheint alles nur noch eine Frage des richtigen Mindsets zu sein.

Seit ich auf Instagram unterwegs bin (hier geht es übrigens zu meinem Account), ist mir dieser Trend noch einmal verstärkt vor Augen geführt worden. Aber nicht nur dort.

„Das Kind in dir MUSS Heimat finden“ heißt es bei Stefanie Stahl. Die Fitness-App Freeletics verspricht dir „die beste Form deines Lebens“ und diverse Ernährungsexpert*innen versprechen dir, dass du Kraft deiner eigenen Gedanken deine Traumfigur erreichen kannst.

Doch sind wir als 2.0 Version denn tatsächlich glücklicher, gesünder und produktiver?

Ich habe da so meine Zweifel. Du auch?

Dann habe ich mindestens drei gute Argumente, die uns in unseren Zweifeln bestätigen.

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Auswirkungen toxischer Beziehungen auf Körper und Seele

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Auswirkungen toxischer Beziehungen auf Körper und Seele

Beziehungen machen unser Menschsein aus. Wir gehen Partnerschaften und Freundschaften ein, schließen uns Vereinen und Kursgruppen an und tummeln uns auf Social-Media-Plattformen, weil wir uns nach Liebe, Zuneigung und Zugehörigkeit sehnen.

Leider finden wir in Beziehungen nicht immer das, was wir uns wünschen, und viele Menschen leben in Verbindungen, die ihnen nicht guttun oder schlimmer noch: die ihnen aktiv schaden. (Weil ich es immer wieder einmal gefragt werde: SELBSTVERSTÄNDLICH gilt das für Frauen und Männer gleichermaßen.)

Eben weil Beziehungen unseren Alltag, unser gesamtes Leben ausmachen, darf man die weitreichenden Folgen toxischer Beziehungen auf unsere physische und psychische Gesundheit nicht unterschätzen.

Um Körper, Geist und Seele im Einklang zu halten, reicht es demnach nichts aus, dich gesund zu ernähren, Sport zu treiben, zu meditieren und Yoga zu betreiben. Du brauchst ebenfalls wohltuende Beziehungen zu Partner*innen, Freund*innen, Kolleg*innen und Familienmitgliedern.

Im Umkehrschluss heißt das: Befindest du dich in toxischen Beziehungen, werden Körper, Geist und Seele langfristig Schaden nehmen.

Wie diese Schäden im Detail aussehen können und welche Auswirkungen Dauerstress – und nichts anderes bedeuten toxische Beziehungen für deinen Organismus – auf dich haben kann, möchte ich dir im folgenden Beitrag etwas näher bringen.

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Toxische Beziehungen erkennen: Teil 3 – Toxische Freundschaften

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Toxische Beziehungen erkennen: Teil 3 – Toxische Freundschaften

Toxische Dynamiken haben viele Gesichter. Sie sind nicht nur in Paar- oder Familienbeziehungen zu finden. Auch Freundschaften können toxisch sein.

Toxische Freundschaften zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie jede Menge Energie kosten. Sie nehmen dir mehr als sie dir geben. Und doch hältst du an einer solchen Freundschaft fest und stehst parat, wenn XY dich wieder braucht. Manchmal weißt du vielleicht selbst gar nicht so genau, warum.

Wenn eine Freundin dich permanent belügt, dich bestiehlt oder hinter deinem Rücken mit deiner Partner*in schläft, können wir uns sicher schnell darauf einigen, dass diese Beziehung dir nicht gut tut. Vermutlich kehrst du einer solchen Person schneller den Rücken zu, als diese bis zehn zählen kann.

Doch was ist mit all den Grenzfällen, mit denen du dich jeden Tag umgibst?

Ist eine Freundschaft, in der du deiner Freundin regelmäßig zwei Stunden zuhörst, während diese in den letzten fünf Minuten des Gesprächs nur sehr halbherzig nach deiner Befindlichkeiten fragt, toxisch?

Und wie verhält es sich mit einer Freundin, die seit Jahren Single ist und permanent versucht, dir deine Partner*in madig zu reden?

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Toxische Beziehungen erkennen: Teil 2 – Toxische Familienbeziehungen

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Toxische Beziehungen erkennen: Teil 2 – Familienbeziehungen

Hast du dich das dritte Mal in eine Narzisst*in verliebt? Bist du als Single durchaus selbstbewusst, machst dich aber seltsamerweise in Paarbeziehungen immer klein und verlierst jegliche Autonomie?

Stellst du in Freundschaften deine Bedürfnisse immer hinter die der anderen?

Bist du in deinem Betrieb immer diejenige, die vom Chef angerufen wird, wenn Not an der Frau ist? Oder bist du immer länger im Büro als deine Teamkolleg*innen, weil sich immer alle auf dich verlassen?

Wenn du eine oder mehrere Fragen mit einem lauten „Jaaa, verdammt!“ beantworten kannst, dann ist meine Beitragsreihe über toxische Beziehungen vielleicht genau das Richtige für dich.

In meinem ersten Beitrag dieser Reihe habe ich mich bereits mit toxischen Paarbeziehungen beschäftigt. Dieses Mal dreht sich alles um den möglichen Endgegner im Kampf gegen den Hang zu toxischen Beziehungsstrukturen im Erwachsenenalter: toxische Beziehungen innerhalb der Herkunftsfamilie.

Ich gebe dir in diesem Beitrag Antworten auf folgende Fragen:

  • Was macht toxische Familienbeziehungen aus?
  • Was unterscheidet sie von außerfamiliären toxischen Beziehungen?
  • Welche Erscheinungsformen können toxische Familienbeziehungen annehmen?
  • Warum kann es sinnvoll sein, sich mit der eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen? Und wie genau kann eine Auseinandersetzung aussehen?
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Toxische Beziehungen erkennen: Teil 1 – Toxische Paarbeziehungen

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Toxische Beziehungen, toxische Menschen, toxische Verhaltensmuster: Die Bezeichnung toxisch ist in Beziehungskontexten in den letzten Jahren explodiert.

Allein das Schlagwort „toxische Beziehung“ spuckt bei einer allseits beliebten Suchmaschine knapp eine Million Ergebnisse aus.1

Doch was genau verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff toxisch?

Gibt es tatsächlich die toxische Beziehung?

Und wenn ja, was macht eine toxische Bindung aus, woran kann man sie erkennen und welche unterschiedlichen Formen kann sie annehmen?

Auf diese und ähnliche Fragen suche ich im Rahmen meines aktuellen Buchprojektes nach Antworten.

Mit meiner Beitragsreihe „Toxische Beziehungen erkennen“ möchte ich dich schon heute dabei unterstützen, Antworten auf einige Fragen rund um das Thema toxische Beziehungen zu finden.

Wenn du also befürchtest, dass du dich selbst in einer destruktiven Beziehung befinden, wenn du verzweifelt bist und einen Ausweg aus deinen Beziehungsmustern suchst oder wenn du dein eigenes Beziehungsverhalten endlich besser verstehen willst, dann ist dieser Beitrag genau das Richtige für dich.

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Geben Sie sich eine Chance – 6 Tipps für mehr Optimismus

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Wenn der Himmel immer grauer und die Bäume immer kahler werden, trägt das nicht gerade dazu bei, dass sich unser Optimismus auf seinem Zenit befindet. Was im Frühjahr und Sommer noch leicht von der Hand ging, kostet zunehmend Kraft.

Die Arbeitsmoral sinkt. Mit der Motivation nach Feierabend noch etwas zu unternehmen, sieht es auch nicht viel besser aus. Was soll man auch groß machen? Es ist ja schon dunkel…

Covid macht es nicht besser. Der Weihnachtsmarkt, der uns vielleicht letztes Jahr noch aus der Reserve locken konnte, bleibt geschlossen; ebenso das Kino, das Theater, das Fitnessstudio oder das Restaurant. In diesem besonderen Jahr ist viel Kreativität gefordert. Und: jede Menge Optimismus.

Keine Motivation weiterzulesen? Eh alles doof gerade? 😉

Geben Sie sich einen Ruck! Sie müssen fürs Weiterlesen nicht einmal aufstehen, und ich habe gleich zwei gute Nachrichten für Sie:

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„Gehen oder bleiben?“: Kann man eine toxische Beziehung retten?

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„Gehen oder bleiben?“: Kann man eine toxische Beziehung retten?

Als Marie Chris kennenlernt, schlägt die Liebe ein wie eine Bombe. Sie sind wie Romeo und Julia, Bonnie und Clyde, Victoria und David. Sie verbringen jede freie Minute zusammen und mit der ersten gemeinsamen Wohnung kann es gar nicht schnell genug gehen. Alles ist perfekt.

Seit der großen Verliebtheit ist einige Zeit ins Land gezogen und heute sitzt Marie völlig aufgelöst vor mir. Sie weiß nicht mehr, wann sie anfing, sich im emotionalen Dauerchaos zu verlieren. Sie weiß nur, dass alles plötzlich und schnell den Bach ´runterging und dass es schon eine ganze Weile her ist, dass sie glücklich war.

Und sie weiß, dass sie etwas ändern muss.

Kommt dir von Maries Geschichte etwas bekannt vor?

Fragst du dich auch, wie „das alles“ passieren konnte, warum es dir so schlecht geht und ob es noch Sinn macht, an deiner Beziehung festzuhalten?

Dann ist dieser Artikel vielleicht genau das Richtige für dich. Ich zeige dir, was gemeinhin unter einer toxischen Beziehung verstanden wird und ob du dich möglicherweise in einer solchen befinden.

Darüber hinaus versuche ich die Frage zu klären, die den meisten „Betroffenen“ auf der Seele brennt:

Kann man eine toxische Beziehung retten?

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Destruktive Beziehungsmuster erkennen und überwinden

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Wenn wir am Anfang einer neuen Beziehung stehen, sind wir zumeist der festen Überzeugung, dass mit diesem Partner ganz bestimmt „alles gut wird“.

Als frisch Verliebte verstehen wir uns blind in unserer neu gewonnenen Seelenverwandtschaft. Schwierigkeiten und destruktive Beziehungsmuster, die in Exbeziehungen möglicherweise noch omnipräsent waren, sind gefühlt für immer Geschichte.

Doch so schön der Zauber des Anfangs auch sein mag, vermutlich hast auch du bereits die schmerzhafte Erfahrung machen müssen:

Diese Phsse geht vorbei.

Jede Beziehung kommt irgendwann an den Punkt, an dem die ersten schmerzhaften Konflikte auftreten. Und da das menschliche Gehirn dazu tendiert, unter Stress auf altbekannte Muster zurückzugreifen, erkennen wir in der (ersten) großen Krise meist zweierlei:

Erstens: auch dieses Gegenüber hat seine Macken und passt nicht überall perfekt und ohne Makel zu uns.

Und zweitens: auch wir sind nicht plötzlich von all unseren Themen und Beziehungsmustern geheilt.

Dieser Moment der „Ernüchterung“ ist für die meisten Menschen – verständlicherweise – ein schwieriger Moment (vielleicht kennst auch du diese Beziehungen, die eine maximale Halbwertszeit von drei Jahren haben).

Und doch birgt er ein riesiges Potential.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie es dir gelingen kann, dir diesen Moment zum Freund zu machen, indem du deine eigenen Beziehungsmuster enttarnst und überwindest, um eine erfüllte und liebevolle Partnerschaft auf Augenhöhe zu führen.

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