Toxische Beziehungen erkennen Lesezeit ca. 10 Minuten

Toxische Beziehungen, toxische Menschen, toxische Verhaltensmuster: Die Bezeichnung toxisch ist in Beziehungskontexten in den letzten Jahren explodiert.

Allein das Schlagwort „toxische Beziehung“ spuckt bei einer allseits beliebten Suchmaschine knapp eine Million Ergebnisse aus.1

Doch was genau verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff toxisch?

Gibt es tatsächlich die toxische Beziehung?

Und wenn ja, was macht eine toxische Bindung aus, woran kann man sie erkennen und welche unterschiedlichen Formen kann sie annehmen?

Auf diese und ähnliche Fragen suche ich im Rahmen meines aktuellen Buchprojektes nach Antworten.

Mit meiner Beitragsreihe „Toxische Beziehungen erkennen“ möchte ich dich schon heute dabei unterstützen, Antworten auf einige Fragen rund um das Thema toxische Beziehungen zu finden.

Wenn du also befürchtest, dass du dich selbst in einer destruktiven Beziehung befinden, wenn du verzweifelt bist und einen Ausweg aus deinen Beziehungsmustern suchst oder wenn du dein eigenes Beziehungsverhalten endlich besser verstehen willst, dann ist dieser Beitrag genau das Richtige für dich.

Was unterscheidet eine toxische Beziehung von einer „gesunden“ Beziehung?

Die eine toxische Beziehung gibt es nicht. Toxische Beziehungen haben vielmehr ganz unterschiedliche Gesichter.

Wenn du verstehen möchtest, was eine toxische Beziehungsstruktur von einer „gesunden“ (ich tue mich ein wenig schwer mit dem Begriff gesund, verwende ihn aber der Einfachheit halber) Beziehungsstruktur unterscheidet, sind m.E. zunächst drei Punkte von zentraler Bedeutung:

Punkt 1: Es gibt nicht die eine Definition einer toxischen Beziehung

Bei der Bezeichnung toxische Beziehung handelt es sich (bisher) nicht um einen wissenschaftlichen Begriff. Dementsprechend gibt es auch nicht die eine Definition für toxische Beziehungen.

Als Betroffene kann man also nicht wie bei einer Depression o.ä. einfach einen Diagnosekatalog wie die sogenannte ICD (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) aufschlagen und nachschauen, ob man sich laut genannter Kriterien in einer toxischen Beziehung befindet oder nicht.2

Buch Felber toxische Beziehungen
Das etwas andere Buch über toxische Beziehungen

Was genau heißt das für dich?

Streng genommen heißt das, dass du selbst entscheidest, ob du deine Beziehung als toxisch bezeichnen würdest oder nicht.

Weniger streng genommen bedeutet es, dass es viele Vorschläge unterschiedlicher Expert*innen (oder auch Nicht-Expert*innen) gibt, an denen du dich orientieren kannst, um Antworten auf deine Fragen zu finden.

Im Rahmen meines aktuellen Buchprojektes habe ich z.B. folgende Definition für toxische Beziehungen festgelegt, die sich in meiner Praxis bewährt hat:

Unter toxischen Beziehungen verstehe ich all jene Formen zwischenmenschlicher Beziehungen (Paarbeziehungen, Freundschaften, Beziehungen zu Kollegen und Eltern usw.), die einem oder beiden Beziehungspartner*innen dauerhaft physischen und/oder psychischen Schaden zufügen. 

Sie sind gekennzeichnet durch einen Mangel an Gleichberechtigung und hindern einen oder beide Parteien daran, in der Beziehung ein ausgewogenes Maß an Autonomie und Bindung leben zu können. (Annika Felber, 2021)

Das kommt dir bekannt vor und passt für dich irgendwie?

Dann trau deinem Bauchgefühl!

Allein die Tatsache, dass du hier recherchierst und nach Antworten suchst, ist erfahrungsgemäß ein recht verlässliches Indiz dafür, dass du dich in einer wie auch immer gearteten toxischen Beziehung befindest.

Toxsiche Paarbeziehung Isolation
Eine toxische Beziehung bedeutet ein Leben in Unsicherheit und Instabilität.

(Wenn du weitere Hinweise darauf suchst, ob du in einer toxischen Beziehung lebst oder nicht, findest du in meinem Beitrag Kann man eine toxische Beziehung retten weitere Anhaltspunkte.)

Punkt 2: Es gibt (mit einigen Ausnahmen) nicht den toxischen Menschen

Vorweg: An diesem Punkt scheiden sich die Geister.

Auf der Grundlage meiner systemisch ausgelegten Arbeit gehe ich davon aus, dass nicht Menschen als solche toxisch sind. Vielmehr sind die Dynamiken, die zwei Menschen aufgrund ihrer individuellen Beziehungsmuster in Gang setzen, toxisch.

Person A (z.B. „Nehmer-Typ“) kann mit Person B (z.B. „Geber-Typ“) in eine toxische Dynamik geraten; mit Person C (z.B. ebenfalls „Nehmer-Typ“) hingegen nicht.

Es existiert in toxischen Beziehungen demnach nicht grundsätzlich ein „kranker“ Part auf der einen und ein „gesunder“ Part auf der anderen Seite.

Ausnahmen stellen selbstverständlich unfreiwillig eingegangene Beziehungen wie eine Eltern-Kind-Beziehung oder aber der komplexe Themenbereich der Beziehungen zu Gewalttäter*innen und/oder Narzisst*innen dar.

(Eine kritische Auseinadersetzung mit dem Begriff „toxisch“ findest du übrigens in diesem Artikel von mir.)

Punkt 3: Toxische Beziehungen haben viele Gesichter

Es gibt nicht nur toxische Paarbeziehungen. Grundsätzlich kann jede erdenkliche Beziehung in eine toxische Dynamik geraten.

Jede Beziehung kann toxisch sein
Jede Beziehung kann zur toxischen Beziehung werden.

Dementsprechend gibt es auch sehr viele unterschiedliche Erscheinungsformen toxischer Beziehungen wie z.B.

Widmen wir uns zunächst dem großen Feld der toxischen Paarbeziehungen.

Die meisten Menschen, die mich kontaktieren, sind sich im Moment der Kontaktaufnahme sehr unsicher, ob sie sich tatsächlich in einer toxischen Beziehung befinden oder nicht.

Sie wollen ihrem Gegenüber auf gar keinen Fall Unrecht tun. Hier liegt meist schon das erste Indiz dafür vor, dass sie ihr Bauchgefühl nicht täuscht.

Die Toxische Beziehung: Erscheinungsformen toxischer Paarbeziehungen

Wir alle sind in unserem Leben mehr oder weniger auf der Suche nach unserer „besseren Hälfte“. Als soziale Wesen sehnen wir uns nach Austausch, Geborgenheit, Zugehörigkeit, Liebe, Romantik, Sexualität, Stabilität u.v.m.

Grundsätzlich sollte eine Paarbeziehung einen Großteil der Wünsche, die wir an Beziehung haben, erfüllen. Sie sollte einen Gewinn für unser Leben darstellen und keine dauerhafte Belastung.

Wenn du das Gefühl hast, dass deine Partnerschaft deine Kräfte aufzehrt, dich zermürbt, dich ängstlich macht, dich einschränkt o.ä., dann ist es ohne Frage an der Zeit, diese zu überdenken.

An toxischer Beziehung festhalten
Toxische Beziehungen nehmen mehr, als sie geben.

Ich erwähnte es bereits: Prinzipiell kann jede Paarbeziehung toxische Beziehungsstrukturen und Dynamiken aufweisen.

Dennoch gibt es einige Klassiker, die dir vielleicht eine grobe Orientierung geben können.

4 Klassiker toxischer Paarbeziehungen

Paarbeziehungen, die durch Gewalt geprägt sind

Paarbeziehungen sollten ein Ort der Bereicherung und Sicherheit sein. Jegliche Formen körperlicher, sexueller und psychischer Gewalt haben in gesunden Paarbeziehungen nichts zu suchen.

Während körperliche und sexuelle Gewalt sichtbar ist, zeichnet sich psychische Gewalt vor allem durch ein hohes Maß an Unsichtbarkeit aus. Einem Großteil meiner Kund*innen fällt es zunächst oft sehr schwer einzuschätzen, ob ihnen psychische Gewalt zugefügt wird oder nicht.

Wenn auch du nach Hinweisen danach suchst, ob du ein Opfer psychischer Gewalt bist, lies doch gern auf dieser Fachseite weiter.

(Wenn du dich für Zahlen und Fakten über partnerschaftliche Gewalt an Frauen und Männern interessierst, empfehle ich dir einen Blick in diese Zahlen vom BKA (Frauen) und diese Pilotsudie des zuständigen Bundesministeriums (Männer) zu werfen.)

Paarbeziehungen, die durch Sucht und Co-Abhängigkeit geprägt sind

Gesunde Partnerschaften zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie, langfristig betrachtet, gleichberechtigt und auf Augenhöhe stattfinden.

Ähnlich wie bei Beziehungen, die durch jedwede Form der Gewalt geprägt sind, ist diese Ebenbürtigkeit in Beziehungen, in denen eine stoffgebundene oder stoffungebundene Abhängigkeit vorliegt, empfindlich gestört.

Co-Abhängige verharmlosen und verschleiern die Sucht ihrer Partner*innen. Auf lange Sicht werden Sie zur Dauerkümmer*in, die ihre eigenen Bedürfnisse komplett in den Hintergrund stellt und nur noch für den Suchtkranken lebt.

Toxische Beziehung Co-Abhängigkeit
Erscheinungsform toxischer Paarbeziehungen:
Co-Abhängigkeit

So entsteht eine toxische Beziehungsstruktur, die durch das Fehlen von Gleichberechtigung, einem mangelnden Ausgleich zwischen Geben und Nehmen sowie dem Verlust der Autonomie beider Partner*innen gekennzeichnet ist.

(Wenn du wissen möchtest, ob du dich in einer Co-Abhängigkeit befindest, schaue dir doch einmal diesen Test zu Co-Abhängigekeit an.)

Paarbeziehungen, die durch emotionale Abhängigkeit gekennzeichnet sind

Wer liebt und wer eine Bindung zu einem anderen Menschen eingeht, der ist in gewisser Weise immer ein Stück abhängig vom Gegenüber.

Das ist auch gut so, denn Abhängigkeit ist ein Stabilisator und Kitt für Paarbeziehungen.

Zu hinterfragen ist die Abhängigkeit allerdings immer dann, wenn sie dazu führt, dass die eigenen Bedürfnisse komplett in den Hintergrund gestellt werden und schlussendlich eine Art Auflösung der eigenen Persönlichkeit stattfindet.

Wenn eine Trennung trotz großem Unglück, Leid und Verzweiflung nicht möglich ist, kann dies ein Indiz für eine emotionale Abhängigkeit sein.

Weitere Hinweise auf eine emotionale Abhängigkeit können z.B. sein:

  • Nein-Sagen ist nicht (mehr) möglich.
  • Eigene Hobbys und Interessen sowie Freundschaften werden dauerhaft vernachlässigt.
  • Bedürfnisse der Partner*in werden bis zur Selbstaufgabe erfüllt.
  • Um der Partner*in zu gefallen, wird alles getan.
  • Klammern, Verlustängste, Kontrolle
  • Gedanken wie: „Ohne den anderen bin ich nichts!“, „Ohne den anderen kann ich nicht leben!“, „Wenn XY mich verlässt, ist alles vorbei!“ etc.

Paarbeziehungen, die Eltern-Kind-Beziehungen gleichen

Nicht immer müssen toxische Beziehungen durch Gewalt oder Abhängigkeit gekennzeichnet sein.

Auch Paarbeziehungen, die einen Menschen an seiner Weiterentwicklung oder dem Leben eines gesunden Maßes zwischen Autonomie und Bindung hindern, können toxisch sein.

Destruktive Beziehungsmuster als Wiederholung kindlicher Prägungen
Erscheinungsform toxischer Beziehungen:
Beziehungen, die Eltern-Kind-Beziehungen gleichen.

Was meine ich damit genau?

Vielleicht hast du es selbst schon einmal erlebt oder beobachtet: Einer der Partner*innen übernimmt in der Beziehung – nicht selten schleichend – die Elternrolle.

Er oder sie gibt mehr als sie nimmt, liest der Partner*in jeden Wunsch von den Lippen ab, kümmert sich vermehrt um Alltagsdinge und/oder die Zukunft der Partner*in usw.

Was auf den ersten Blick ganz nett ausschauen kann, wird ganz schnell zur Falle. Stumme Erwartungen und Enttäuschungen erschweren das Zusammensein. Fürsorge wird zur Kontrolle.

Konflikte werden nicht mehr gleichberechtigt ausgetragen. Der „Kinder-Part“ gibt nach und nach immer mehr Verantwortung ab, hat das Gefühl des Dankbarsein-Müssens und verliert den Kontakt zu seinen erwachsenen Anteilen.

(Mehr Informationen zu diesem Thema findest du z.B. in meinem Beitrag Destruktive Beziehungsmuster erkennen und überwinden.)

Wege in die toxische Beziehung

Menschen sind komplex. Beziehungen sind es ebenfalls. Ganz so einfach ist es demnach mit der Ursachenforschung nicht.

Ein Verhalten, eine Erfahrung oder Kindheitserfahrungen „A“ führen nicht automatisch in eine toxische Paarbeziehung.

Ursachen toxische Beziehungsstrukturen
Die Gründe in eine toxische Beziehung zu geraten, sind komplex und sollten individuell geklärt und aufgearbeitet werden.

Wenn du also eine Antwort darauf finden möchtest, warum ausgerechnet du in eine toxische Paarbeziehung geraten bist, ist es m.E. sinnvoll, sich mit deiner individuellen Persönlichkeit und Biografie zum einen und der spezifischen Geschichte sowie Dynamik deiner Beziehung zum anderen auseinanderzusetzen.

Trotz aller Individualität zeigen sich in meiner Beratung immer wieder einige Parallelen in Persönlichkeits- und Beziehungsstrukturen, die den Weg in toxische Dynamiken befeuern können:

  • Weiterleben kindlicher Beziehungsmuster und Prägungen (z.B. in Form von Glaubenssätzen wie: „Meine Bedürfnisse zählen weniger als die der anderen“, „Ich bin nicht so wichtig“, „Ich muss gefallen, um geliebt zu werden“ „Ich werde nur geliebt, wenn ich A oder B mache“ etc.),
  • traumatische Erfahrungen in der Kindheit,
  • geringer Selbstwert und wenig Zugang zu eigenen Bedürfnissen und Fähigkeiten,
  • ein hohes Maß an Empathie,
  • generelle Unsicherheit im Umgang mit Menschen,
  • Verlustangst,
  • Zweifel an der eigenen Wahrnehmung und an dem eigenen Bauchgefühl.

Wege aus der toxischen Beziehung

Tue NICHT mehr dessen, was du aus deiner Partnerschaft oder aus deinem Umfeld in den letzten Monaten, Jahren oder gar Jahrzehnten kennst.

Sprich: Behandel dich an heute mit Nachsicht und Verständnis!

Du bist nicht dumm oder unfähig. Du hast wie jeder Mensch nach Liebe und Zugehörigkeit gesucht.

Dabei bist du in eine prozesshafte Dynamik geraten, die nur sehr schwer zu durchbrechen ist. Das ist keine Schande.

Wege aus einer toxischen Beziehung
Der Weg aus einer toxischen Beziehung:
zurück zur Autonomie

Versuche , (wieder) in deine Autonomie zurückzufinden.

Was du dafür tun kannst:

  • nimm dich und dein Bauchgefühl ernst,
  • erinnere dich an dein Ich vor der Beziehung,
  • führe ein Protokoll über Streite, schmerzende Vorfälle, Worte etc.,
  • kreise schlechte Tage im Kalender an,
  • versuche, in kleinen Dingen wieder selbstständiger zu werden (Hobbys, Interessen, Werte, Verabredungen etc.),
  • such private und/oder professionelle Hilfe,
  • arbeite an deinen Mustern und Glaubenssätzen, die du aus deiner Kindheit kennst,
  • kappe die Bindung,
  • Schaue auf der Suche nach Lösungen vielleicht auch einmal in meinen Beitrag Toxische Beziehungen erkennen: Teil 2 – Toxische Familienbeziehungen oder in meinem Buch hinein 😉 .

Fazit

Toxische Beziehungen zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie einem oder beiden Partner*innen dauerhaft physischen und/oder psychischen Schaden zufügen.

Sie sind gekennzeichnet von Gewalt, Abhängigkeit und/oder einem Mangel an Gleichberechtigung und Selbstbestimmung.

Eine toxische Beziehung fühlt sich instabil und auf eine oft diffuse Art und Weise zerbrechlich an.

Das Gleichgewicht zwischen Autonomie und Bindung ist empfindlich gestört. Betroffene fühlen sich oft gegen ihren Willen gebunden und verspüren eine Unmöglichkeit, sich lösen zu können.

Häufig herrscht bei Betroffenen eine große Unsicherheit darüber vor, ob sie sich tatsächlich in einer toxischen Beziehung befinden oder nicht.

Toxische Beziehungen und Selbstwert
Eine Toxische Beziehung erkennen:
Vertraue deinem Bauchgefühl!

Aus systemischer Sicht gibt es nicht den toxischen Menschen, der eine Beziehung vergiftet.

Vielmehr zeichnet sich eine toxische Beziehung durch eine toxische Dynamik aus, die zwei Menschen miteinander vereint (Ausnahmen stellen unfreiwillige Beziehungen zwischen Eltern und Kind sowie Beziehungen zu Gewalttäter*innen und/oder Narzisst*innen dar).

Was kann ich tun?

Grundsätzlich kann jeder Mensch in eine toxische Beziehung geraten. Es gibt jedoch einige Persönlichkeitsstrukturen, die destruktive Beziehungsdynamiken erleichtern können. Hier setzt auch der Weg aus der toxischen Beziehung an:

Es gilt, ein Verständnis für sich selbst und die eigenen Verhaltensweisen zu entwickeln. Wichtig ist darüber hinaus, der eigenen Wahrnehmung wieder zu trauen, Zugang zu den eigenen Bedürfnissen zu bekommen und schlussendlich Verantwortung für sich (und ggf. für die Beziehung) zu übernehmen.

(Lies dazu auch gern in meinem Beitrag Trennen oder bleiben? 7 Fragen zur Entscheidungshilfe weiter.)

1 Stand 22.01.21

2Eine Ausnahme ist die Kategorie der narzisstischen Persönlichkeit(-sstörung), die oft im Kontext toxischer Beziehungen aufgegriffen wird. Sie findet sich in der ICD 10 in einer Restkategorie der spezifischen Persönlichkeitsstörungen unter F 60.8. Allerdings werden hier keine eindeutigen Kriterien aufgeführt. Anders verhält es sich in der fünften Auflage des amerikanischen „Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders“ (kurz DSM-V). Hier werden neun Kriterien genannt, von denen mindestens fünf erfüllt sein müssen, um von einer narzisstsichen Persönlichkeitsstörung sprechen zu können.

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5 Kommentare

    1. Vielen lieben Dank für das Feedback! Denken Sie immer daran: Sie und Ihre Bedürfnisse sind ebenso wertvoll wie die Bedürfnisse anderer! Herzliche Grüße, Ihre Annika Felber

  1. Hallo,
    Ich habe gerade den Artikel gelesen.
    Auf der Suche war ich, nach einer Erklärung dafür, warum ich es nicht schaffe mich zu lösen (getrennt bin ich schon)
    Immer wieder denke ich, dass ich einen riesigen Fehler mache.
    Mein Verstand sagt mir, dass die Beziehung nicht gut war.
    Zum einen hatte ich das Gefühl, nur geliebt zu werden, wenn ich mein Verhalten anpasse und unterordne, außerdem hat mein Partner mich mehrmals betrogen und hintergangen.

    Das alles müsste doch reichen um einen klaren Schlussstrich zu ziehen, aber ich vermisse ihn trotzdem sehr und habe dazu immer wieder das Gefühl, einen Fehler gemacht zu haben.

    Ich sehne mich so sehr danach, von ihm geliebt zu werden, so ging es mir in den letzten Jahren ständig, alles drehte sich nur darum Aufmerksamkeit von ihm zu bekommen.

    Ich erkenne das alles sehr klar, trotzdem muss ich so sehr kämpfen um stark zu bleiben und nicht nachzugeben.

    1. Liebe Viola,

      ich wünsche dir viel Kraft auf deinem Weg! Wenn du es allein nicht schaffst, dann scheue dich nicht, dir wie auch immer geartete Unterstützung zu holen.

      Alles Liebe für dich,
      Annika

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