„Just another Coach!?“ oder: Wer ist Annika Felber?

Ich bin eigentlich schon immer eher der vernünftige, analytische Typ gewesen, aber wenn es darauf ankam, bin ich dann doch – oft auch zu meiner eigenen Überraschung – mit vollem Risiko meiner inneren Stimme und Intuition gefolgt:

Zum Glück!

Geboren bin ich 1982 in Norddeutschland in Eutin. Als Kind war ich immer brav, defensiv und angepasst. Als (t)rotziger Teenie hingegen habe ich die Schule geschmissen, weil ich Schule mit 17 sinnlos fand und ich ganz andere Sorgen hatte.

Mein Schulabbruch stellte sich später, du wirst nicht sonderlich überrascht sein, als nicht besonders schlau heraus.

Also habe ich – nach meiner Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistentin – mein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nachgeholt und mein NC reichte sogar für einen begehrten Studienplatz in Psychologie – sogar in meiner damaligen Wunschstadt Kiel.

Das klingt toll, aber glaube mir, ich dachte noch am Tag der schriftlichen Prüfung, dass ich es nicht schaffen könnte (kein Scherz). Heute, mehr als 15 Jahre später, weiß ich, woher der Gedanke kam. Definitiv nicht von mir selbst.

Annika Felber Coachin toxische Beziehungen
Annika Felber:
Deine Expertin in Beziehungsfragen

Zum Schrecken des ein oder anderen habe ich mein Psychologiestudium trotz des Studienplatzprivilegs, und obwohl ich alle Scheine für das Vordiplom hatte, nicht zu Ende gemacht.

Warum?

Weil es gegen meine Überzeugung war, an den „statistisch ausmessbaren Menschen” zu glauben. Auch gefiel mir die rigide schwarz weiß Vostellung über kranke und gesunde Verhaltensweisen so gar nicht.

Das zumindest erzählte ich mir (und anderen) jedenfalls noch sehr lange.

Heute würde ich sagen, dass ich mich als Arbeiterkind immer wieder deplaziert fühlte, dass ich keinen bzw. keinen guten Anschluss fand, dass mein Selbstwert auf dem Nullpunkt war und dass ich nach der Trennung von meiner ersten großen Liebe orientierungslos und irgendwie nicht mehr ganz anwesend war.

Annika Felber erste Praxis
Meine erste Praxis in Kiel

Ich bin dann erst einmal eine Zeit wieder arbeiten gegangen. Übrigens nicht nur im sozialen Bereich. Ich habe auch Schuhe, Herrenklamotten, Erdbeeren und Backwaren verkauft.

Ich habe, obwohl ich damit sehr unglücklich war, alles an Jobs angenommen, was mir über den Weg lief, weil es meinen damaligen Glaubenssätzen entsprach, dies tun zu müssen.

Mit meiner Partnerwahl lief es nicht besser. Kurz und knapp: Ich hatte sage und schreibe knapp 10 Jahre keinen.

Doch eines Tages (tatsächlich war dieser natürlich „nur“ das Finale eines langen Prozess) wachte ich auf und begriff, dass ich meinen Traumjob, meinen Traumpartner, wohltuende Freund*innen, jegliche Form echten Glücks und Selbsliebe selbst boykottierte, weil ich mich kleinhielt. Weil ich meine Emotionen und meine Bedürfnisse kleinhielt.

Das hatte ich gelernt. Das hatte mir in meiner Kindheit das Leben gerettet. Nur nicht meiner Mutter in der Sonne stehen.

Ich holte damals tief Luft,

nahm einen Studienkredit auf und startete einen zweiten Anlauf.

Weil ich es wollte, weil ich es konnte, weil ich so weit war!

Und siehe da, ich wurde tatsächlich für meine mutige Entscheidung belohnt: Während meines Pädagogik- und Germanistikstudiums (das schloss ich übrigens ab 😉 ) erhielt ich von der Universität ein Stipendium für eine systemische Lerncoach Weiterbildung.

Und obendrein lernte ich auch noch meinen Mann kennen.

Später bekam ich dann eine weitere wegweisende Chance: Ich konnte eine zweijährige „große Weiterbildung” zur systemischen Beraterin zu sehr fairen Konditionen (ich konnte damals nicht gerade mit Geld um mich werfen) bei einer großartigen und erfahrenen Ausbilderin machen.

So wurde ich systemische Beraterin und Coachin. Und so konnte ich mich schlussendlich selbstständig machen und hatte die Praxis, die ich immer wollte. Sogar mein langgehegter Wunsch, von einem eigenen Buch hat sich erfüllt.

Trotz durchaus vorhandender Zweifel („Du kannst doch jetzt nicht wegziehen, wo es mit deiner Praxis so gut läuft.“) bin ich mittlerweile mit meinem Mann und meiner Hündin nach Koblenz gezogen.

Weil mein Herz auch das wollte! Mehr Wärme und Sonne.

Annika Felber Coachin privat
Meine Entspannung auf vier Pfoten

Lange Rede, kurzer Sinn:

Ich weiß, was es bedeutet, vor den großen und kleinen Entscheidungen des Lebens zu stehen. Und ich weiß auch, was es bedeutet, (wieder) bei Null anfangen zu müssen, an sich und dem Leben zu zweifeln, zu hadern, verunsichert zu sein, nachts manchmal wach zu liegen…

Ich glaube, das wir alle (eigentlich) wissen, was gut und was schlecht für uns ist. Manchmal fehlt nur irgendetwas, um „das Gute“ dann schlussendlich umsetzen zu können. Und für mich ist es nicht nur ein Job, sondern auch eine Leidenschaft, Menschen dabei zu unterstützen, das Richtige (für sich) zu finden UND zu tun!

Sich hinter sich selbst zu stellen, mutige und starke Entscheidungen zu treffen, wieder aufzustehen, zu lernen sich (wieder) selbst zu lieben, für die Partnerschaft zu kämpfen oder sie endgültig loszulassen, sich der eigenen Geschichte zu stellen und Neuanfänge zu wagen usw.

Und so bin ich am Ende vielleicht ja doch nicht just another Coach…

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Schließfächer © laterjay auf Pixabay

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